Ortsteile Nauens

Nauens 14 Ortsteile erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet. Alle Orte haben weniger als 1.000 Einwohner und einen dörflichen Charakter behalten. Die Dörfer und ihre Umgebung sind von Landwirtschaft geprägt. In den Orten findet man historische Bauerngehöfte, oftmals saniert, vereinzelt herrschaftliche Landgüter und viele schlichte Reihenhäuser, häufig nicht über zwei Vollgeschosse hinausgehend, rote und gelbe Klinkerbauten, Scheunen und Stallgebäude. Größere Wohnblöcke sind nur vereinzelt vorhanden und bilden keine Regelbebauung. Nauens Orte sind in der Regel langgezogene Straßendörfer entlang der Hauptstraße, mit nur wenigen Seitstraßenabgängen. 

Quantitativ verfügen die Ortsteile über die übliche kommunale öffentliche Infrastruktur, wozu Feuerwehrhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser, kleine Spielplätze und Sportplätze gehören.

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Berge

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Kurzporträt

Einwohner: 620

Der Ortsteil Berge wurde erstmals im Jahr 1292 erwähnt. Westlich von der Kernstadt Nauen zwischen den Ortsteilen Lietzow und Ribbeck gelegen, ist dieser besonders bekannt durch die Familie von Hake, die von Generation zu Generation über 300 Jahre hinweg in Berge ansässig waren und Besitz Berges in familiärer Hand bewahrten. Die historische Dorfkirche ist einen Besuch wert und kann einiges über Mythen und Geschichten verraten, wie zum Beispiel die 1970 dort aufgefundenen Mumien, die aus dem 17. Jahrhundert stammen sollen und bis heute nicht eindeutig identifiziert wurden.   

Bürgermeister Manuel Meger und Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Nauen‐Rathenow, Thomas Tutzschke, leben und wohnen in Berge.

Aktuelles aus Berge

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Bergerdamm

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Kurzporträt

Gemeindeteile: Hertefeld, Bergerdamm-Lager, Bergerdamm-Hanffabrik

Einwohner:450

Hertefeld wurde 1724 als ein ehemaliges Vorwerk der Domäne Königshorst gegründet. Im Rahmen der Kultivierung des Luches bestimmten in den ersten Jahren hauptsächlich die Haltung von Vieh, später der Aufbau der Landwirtschaft das Leben rund um Hertefeld. Für die Arbeiten wurden viele Saisonarbeiter, sogenannte Schnitter benötigt. Die dafür extra erbauten Unterkünfte – die Schnitterkasernen sind ein prägendes Zeugnis dieser Zeit.

Der Name vom Ortsteil Hanffabrik leitete sich wegen dem Bau einer Fabrik zur Hanfaufbereitung ab, der Anbau von Hanf endete ca. 1968.

Der Ortsteil Lager hat seinen Ursprung wegen der Errichtung eines Kriegsgefangenenlagers, die inhaftierten Soldaten wurden hauptsächlich zu Arbeiten in der Meloration eingesetzt, somit auch zum Ausbau des Havelländischen Hauptkanals.

Aktuelles aus Bergerdamm 

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Börnicke

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Kurzporträt

Gemeindeteil: Ebereschenhof

Einwohner: 920

Der sich dynamisch entwickelnde Ortsteil Börnicke liegt etwa 11 km nördlich von Nauen und ist mit seinen beiden Gemeindeteilen Ebereschenhof und Lindenhorst der größte Ortsteil der Stadt Nauen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Börnicke 1355 und hat sich bis heute zu einem lebenswerten Ort mit guter Verkehrsanbindung - umgeben von Wiesen und Wäldern - entwickelt.

Aktuelles aus Börnicke 

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Groß Behnitz

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Kurzporträt

Gemeindeteil: Quermathen

Einwohner: 615

Der südwestlich von Nauen gelegene Ortsteil wurde 1173 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem wechselnden Besitz verschiedener Adliger wurde schließlich Peter von Itzenpitz Eigentümer vom Gut Groß Behnitz. Nach einer Englandreise brachte er Kenntnisse über landwirtschaftliche Methoden und die Landschaftsgestaltung mit nach Deutschland. Er ließ um 1800 oberhalb des Groß Behnitzer Sees ein standesgemäßes Herrenhaus im italienischen Renaissancestil erbauen.

Unter Peter von Itzenpitz wurde Groß Behnitz zu einem Treffpunkt von Künstlern. Ernst von Borsig jr. übernahm 1933 das Gut von seinem Vater und führte es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Er schloss sich dem „Kreisauer Kreis“ an. Hinter der Dorfkirche, auf der dem Gut gegenüberliegenden Seite, befindet sich eine ab 1866 für die Familie errichtete Grabanlage. Der Familienfriedhof wurde auch mit Geld der Familie von Borsig instand gesetzt. Es entstand eine neue Schule, die Kirche wurde umgebaut, die Dorfanlage verändert. Borsig’sche Alleen und Straßen sind bis heute Zeugnis der damals geschaffenen Kulturlandschaft.

Im Jahr 2000 kaufte ein Berliner Unternehmer das sogenannte Borsig Gut. Im Ort zu sehen, ist der wunderschöne Park mit See, 250 Jahre alte Sumpfzypressen und ebenso alte Ulmen. Die Parkanlage wurde mit wertvollen und seltenen Bäumen und Pflanzen bepflanzt. Die Infrastruktur von Groß Behnitz beinhaltet: Kita, Friedhof, Dorfgemeinschaftshaus, Sportplatz mit Sportlerheim, Spielplatz, Arztpraxis, das Landgut Stober mit Restaurant „Seeterrassen“, Bio-Hotel, Hotel im Logierhaus, Säle und Tagungsräume, Weinkeller, Ausstellungen und Außenstelle des Standesamtes Nauen.  

Aktuelles aus Groß Behnitz

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Wachow

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Kurzporträt

Gemeindeteile: Gohlitz, Niebede

Einwohner: 896

Der Ortsteil Gohlitz zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen des Havellandes und wurde bereits 1173 urkundlich erwähnt. Wachow selbst fand 6 Jahre später erstmals in einer Urkunde des Domarchivs Brandenburg Erwähnung. Gohlitz kam am 1. Juli 1950 zum Dorf Wachow und ist heute ein Wohnplatz dieses Nauener Ortsteils.

Aktuelles aus Wachow

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Schwanebeck

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Kurzporträt

Einwohner: 197

Schwanebeck, etwa sieben Kilometer südwestlich von Nauen gelegen, wurde erstmals 1179 erwähnt und hat sich im Laufe der Zeit von einer einfachen Schäferei zu einem Ort entwickelt, in dem zwei Rittersitze derer von Bredow residierten. Seit 1974 ist Schwanebeck ein Ortsteil der Stadt Nauen. Verglichen an der relativen Bevölkerungsentwicklung mit den anderen Ortsteilen ist Schwanebeck derjenige, welcher seit 1990 prozentual am meisten gewachsen ist. 

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Tietzow

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Kurzporträt

Einwohner: 309

Der Ortsteil liegt etwa 13 km nordöstlich von Nauen und galt bereits seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert als beliebtes Ausflugsziel für die Berliner Bevölkerung. Der Dichter Theodor Fontane zählte Tietzow zu den lachenden Dörfern in seinem Gedicht „Havelland“ von 1872.

Aktuelles aus Tietzow

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Ribbeck

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Kurzporträt

Einwohner: 342

Auf den Spuren Fontanes kommt man nicht um einen Besuch im Ortsteil Ribbeck herum. Bekannt geworden durch das Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane liegt der Ortsteil ca. 40 km von Berlin entfernt im Landkreis Havelland. Der originale Baumstumpf des Birnbaums, der im Gedicht beschrieben wird, befindet sich heute in der Dorfkirche Ribbecks. Neben touristischen und gastronomischen Anlaufpunkten gibt es erholsame Geh- und Radwege sowie Einblicke in die Kultur des Dorflebens.

Aktuelles aus Ribbeck

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Neukammer

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Kurzporträt

Einwohner: 104

Neukammer hat ca. 92 Einwohner und erstmalig einen Ortsbeirat seit 2019. Es gibt 10 mittelständische Unternehmen. Ein Hofladen mit regionalen Produkten, der gut angenommen wird, wurde 2008 eröffnet. Landwirtschaftliche Innovationen führten zum Besuch des niederländischen Königspaares am 21.05.2019.

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Markee

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Kurzporträt

Gemeindeteile: Markau, Neugarten, Neuhof, Röthehof

Einwohner: 872

Zu dem Gemeindeteil gehören Markau, Neugarten, Neuhof und Röthehof. Markee zählt mit 870 Einwohnern zu den großen Orten der Stadt Nauen, in dem eine Kita, die Havellandschule sowie Jugend- und Sporteinrichtungen zu finden sind. Mit der Kirche St. Nikolai in Markau und der Christuskirche in Markee befinden sich hier zwei sehenswerte Kirchen des Havellandes.

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Lietzow

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Kurzporträt

Gemeindeteil: Utershorst

Einwohner: 281

Gemeindefläche: 12 km²

Lietzow liegt am Rande der Nauener Platte und dem Luchgebiet, keine 3 km von Nauen entfernt. Aufgrund der direkten Lage an der Bundesstraße 5 wird das Dorf, als typisches „Straßendorf“ bezeichnet. Für Radfahrer ist der Ort auch über den beliebten Havelland-Radweg gut zu erreichen. Zur Rast lädt das Bell´Ambiente ein. Im Jahre 1317 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt. Archäologische Funde belegen, dass sogar schon vor 7000 Jahren hier gesiedelt wurde. 2012 wurden im Zuge des B5 Ausbaus das älteste Getreidekorn Brandenburgs sowie Bandkeramik aus dem Elsässischen und dem Schwarzmeerraum gefunden.

Bauhistorisch hochinteressant ist die Lietzower Kirche. Ein neugotischer Backsteinbau aus dem Jahre 1863, der von August Stüler, einem Schüler des berühmten Karl Friedrich Schinkel, geplant und ausgeführt wurde. Derzeit wird das Anfang des 20. Jahrhunderts gebaute „Schlösschen von Lietzow“ oder auch „Gutshaus Lietzow“ genannt, welches direkt an der B5 liegt, saniert. Vor der Wende wurde das Anwesen als Wohnraum sowie durch den Kindergarten genutzt.

Seit 2014 hat der Ort wieder eine Kindertagesstätte. Die „Lietzower Luchwichtel“ ist eine kindgerechte Einrichtung für die Jüngsten mit dem Blick auf das havelländische Luch.

An die Sage vom hungrigen Wolf und der Semmelfrau erinnert das im Semmelweg befindliche Sühnekreuz. Die Semmelfrau als Logo hat der Heimatverein „Freunde für Lietzow e.V.“ gewählt. Sie wollen die Traditionen des Ortes und das Gemeinschaftsleben bewahren und erhalten. Ein weiterer Verein ist die Volleyball-Amateurmannschaft Strandhasen Lietzow e.V.

Außerdem sind verschiedene handwerkliche und landwirtschaftliche Betriebe im Ort ansässig.

Aktuelles aus Lietzow

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Klein Behnitz

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Findling vor der Klein Behnitzer Dorfkirche

Kurzporträt

Einwohner: 207

Gemeindefläche: 16,46 km²

Das Dorf Klein Behnitz wurde erstmals 1335 erwähnt. Eigentümer war anfangs die Familie von Rochow, später übernahmen die Bardelebens das Gut.

Die Dorfkirche, ein kleiner quadratischer verputzter Fachwerkbau mit niedrigem Dachturm, entstand 1779. Der einfache Kanzelaltar wurde in der Erbauungszeit geschaffen. Beiderseits des Eingangs liegen zwei aus den Jahren 1604 und 1619 stammende Reliefgrabsteine für Angehörige der Familie von Bardeleben. Nördlich des Dorfes, am Mühlenberg, liegt ein Findling mit einem Umfang von über fünf Metern und einer Masse von über drei Tonnen.

Aktuelles aus Klein Behnitz

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Kienberg

Siehe auch den Hauptartikel ⇒ Kienberg

Kurzporträt

Gemeindeteil: Teufelshof

Einwohner: 492

Der Ortsteil Kienberg ist sehr ländlich geprägt, wozu auch die Siedlung Teufelshof gehört. Diese zieht in der warmen Jahreszeit viele Kleingärtner in die Kolonien abseits der Stadt. Der Ortsteil bietet viel Ruhe und Erholung durch die umliegenden Felder und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

  

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