Nauen damals & heute II - Ausstellung im Richart-Hof

Nauen, den 13.05.2019

Seit dem 3. Mai können Besucher des Richart-Hofs in Nauen sich auf eine Zeitreise durch vergangene Jahrzehnte begeben. Das Kulturbüro der Stadt Nauen als Kurator möchte den Besuchern den Wandel des Stadtbildes näherbringen.

 

Präsentiert werden Ansichten von Plätzen, Straßen und Gebäuden Nauens aus verschiedenen Jahrzehnten. Ziel der Ausstellung ist es vor allem, den Besuchern die Veränderungen aufzuzeigen, die sich im Laufe der letzten ca. 100 Jahre ergeben haben, aber auch vor allem, was sich seit Beginn der Altstadtsanierung getan hat. Aus der grauen Maus zur Wendezeit ist eine ansehnliche Stadt mit wunderschönen Straßenzügen und Gebäuden geworden. Gerade Touristen sehen mit unvoreingenommenen Augen die liebreizenden Seiten Nauens. Diese neu gewonnene Attraktivität will die Ausstellung auch den Nauenern selbst zeigen. Die Ausstellung, die noch bis zum 12. September läuft, soll das Heimatgefühl und den Stolz auf die eigene Stadt anregen. Der erste Teil der Ausstellung war 2013 zu sehen und lief sehr erfolgreich.

„Schwierig war es, aus gleicher Perspektive zu fotografieren." meinte Dr. Hartmut Schirlitz als Fotograf der Aufnahmen aus heutigem Blickwinkel, „Manche Häuser existieren nicht mehr. Mancher Baum ist inzwischen groß gewachsen und versperrt die Sicht." Viele Besucher raten und diskutieren bei einigen Ansichten, welche Orte innerhalb der Stadt abgebildet sind. Untermauert werden die Fotos mit Geschichten, Fakten und Bauzeichnungen zu den jeweiligen Gebäuden oder Straßen. An einer Litfaßsäule findet man teils amüsante, teils nachdenkliche Werbung, Anzeigen und Zeitungsausschnitte von 1889 bis heute. Wer interessiert ist, kann auch Bücher zur Nauener Geschichte im Richart-Hof erwerben. Franz Nieter hat gerade ein neues Buch über alte Nauener Postkartenmotive herausgebracht.

Stephan Ney gehörte zu den ersten Besuchern und blieb vor einem alten Foto des Goethe-Gymnasiums stehen. „Hier ist die alte Turnhalle noch zusehen." meinte er. „Mitschüler hatten damals heimlich geraucht und versehentlich die Turnhalle in Flammen gesetzt." Vor der Tafel der Ausflugslokale sammelte sich ein Grüppchen und schwelgte in Erinnerungen, wie gut doch das Bier bei Ocki im Strandgarten geschmeckt hat.

Ohne die Unterstützung durch die Nauener Heimatfreunde und durch Privatpersonen wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen. Auch das Amtsgericht Nauen hat sich mit Dekorationsobjekten eingebracht.

Ein dritter Teil der Ausstellung „Nauen damals & heute" schwebt den Kuratoren bereits vor. Dann soll es um die Ortsteile und deren Geschichte gehen.

Die Ausstellung ist geöffnet am Dienstag 9 – 17 Uhr und Donnerstag 9 – 18 Uhr sowie am Wochenende der Brandenburger Landpartie am 15. und 16. Juni von 11 – 16 Uhr. Der Eintritt kostet 1 Euro.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Nauen damals & heute II - Ausstellung im Richart-Hof